Dark Light

Metropolen – Momente – Menschen – die Definition von zu Hause ist relativ. Mal hier, mal dort – mal so, mal anders. Nichts anderes gilt für das Home-Office. Das Auto bleibt stehen, der Kaffee läuft von nun an durch die hauseigene Maschine und die Team-Runde findet virtuell im Wohnzimmer statt. Der eine hält sowohl Kind als auch KollegInnen in Schach. Ein anderer schwingt sich von einer Videokonferenz zur nächsten. 

Gibt es ein zu viel an Home-Office? Definitiv! 

Klar vieles ist von zu Hause aus möglich – irgendwann sehnen Sie sich jedoch nach dem persönlichen Austausch mit ihren KollegInnen. Außerdem schwindet die Lust im Hoodie die ganze Woche in den eigenen vier Wänden zu sitzen. Eine Videokonferenz ersetzt nicht die Gemeinschaft in der Kaffeerunde. Ein Smiley im Chat ersetzt nicht ein persönliches Lächeln. Ein hausgemachter Wrap ersetzt eben nicht die Gemüselasagne in der Kantine. Es muss einen klaren Rahmen geben, der Arbeit und Freizeit arrangiert beziehungsweise voneinander trennt.

Rechtsanspruch auf Homeoffice? Nein!  Besseres, einfacheres Homeoffice? Ja! 

Home-Office bringt einige grundsätzliche Themen zu Tage. Es gibt Arbeitszeitgesetze, Pausenregelungen, potentielle steuerliche geldwerte Vorteile und Arbeitgeber erwarten bestimmte Zeiten der Erreichbarkeit. All das muss überdacht, gar evolutioniert werden. Das Homeoffice ist den Rahmenbedingungen voraus und bedarf einiger Klärung. Hier sind der Gesetzgeber und Arbeitgeber gefragt.

Bleibt unser zu Hause dieser besondere, schier heilige Ort, wenn wir nun durchgängig von hier aus arbeiten?

Das liegt an Ihnen und den Arbeitgebern. Sofern es der Beruf hergibt, sollte der Arbeitnehmer das Recht haben zu entscheiden, wann er seine Aufgaben erfüllt und wann er nicht erreichbar ist. In Bezug auf Mehrarbeit obliegt es jedem selbst die Grenze zum zu viel abzustecken. Das mag für einige unter Ihnen sicherlich schwer sein. Wem seine Arbeit jedoch Freude und Sinn spendet, ist sicherlich bereit mehr zu arbeiten – eben auch über seine eigentliche Arbeitszeit hinaus. Sie entscheiden selbst.

Zum Schluss: Coworking-Spaces. Von einigen als Trend in größeren Städten und als unpraktikabel verschrien, könnte es andernorts eine echte Alternative darstellen. Im ländlichen Raum könnten sich Gemeindehäuser einer Belebung erfreuen. So stehen diese etliche Stunden und ganze Tage verwaist. “Heimarbeiter” könnten sich dort versammeln, “zur Arbeit gehen” und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Arbeit & Privatleben wären wieder physisch getrennt.     

Bleiben Sie mutig!

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