Dark Light

Diese Welt hat sich verändert. Diese Welt verändert sich ständig. Diese Welt überfordert. Menschen fühlen sich verloren, zerstreut und ringen um Konzentration. Maschinen mit menschlichen Zügen… Stopp! Verzeihung! Menschen mit Roboter ähnlichen Zügen bemühen sich um Produktivität und nach sinnvoller Existenz. Traurigkeit breitet sich aus. Verlust und Verzicht stehen über allem. Einige sehen sich mit diesem Kampf konfrontiert. Alle sind der Pandemie ausgesetzt. Die Wirtschaft strauchelt. Angst breitet sich aus. Lang verstummte Instinkte lodern auf. Bei weitem nicht nur Positive. Der Drang all das zu überwinden und zur Normalität zurückzukehren, stellt sich ein. Planen, Vorantreiben, Erledigen und Produktiv sein, helfen der Ungewissheit Einhalt zu gebieten. Doch da gibt es noch das Gegenteil: Unproduktivität. Ist das nachvollziehbar? Die Emotionen und die Veränderungen halten einen in Schach. All das geschieht ohne selbst die letzte Kontrolle darüber zu haben. Doch erscheint es gar nicht so verkehrt, unproduktiv zu sein. Eröffnet sie uns doch die Möglichkeit über Fundamentales nachzudenken, Antworten zu suchen und zu hinterfragen. 

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. Václav Havel

Wie ist es mir möglich, mich zu verändern? Es gilt, sich ausschließlich damit zu befassen. Nicht damit wie man den vergangenen Zustand ohne eigene Veränderung bewahrt. Noch wie man sich ändern muss, um den Anschluss zu wahren. Die beiden letzteren Fragestellungen entspringen dem Streben nach Produktivität, übersehen aber, was die Situation Besonderes zu bieten hat für eine potentielle eigene Veränderung. Es ist der emotionale Mut. Wer sich stets treiben lässt, besitzt keine eigene Kontrolle darüber, was mit sich geschieht. Und dennoch existiert keine Art von Kontrolle – lediglich das Gefühl danach. Wer stur nur auf das Gaspedal drückt, wird seinen Tank in absehbarer Zeit leer gefahren haben. Wer jedoch bewusst das Tempo reduziert, fühlt und offen ist, hat die Chance den eigenen emotionalen Mut zu finden. 

Es mag Tausende von Wegen geben, auf die Bremse zu gehen und zu sich zu finden. Eine verlässliche Maßnahme ist es allemal nichts zu tun. Wenn Sie etwas tun, konzentrieren Sie sich nur darauf. Nehmen Sie einen Umweg in Kauf. Nehmen Sie sich Zeit für sich. Trödeln Sie. 

Sein Sie mutig!

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